Skinomics GmbH

ElastoHEAL - Elastinbasierte Biopolymere als Materialien für innovative Medizinprodukte

Das Ziel des Verbundvorhabens ist die Entwicklung von „maßgeschneiderten“ und biomedizinisch einsetzbaren Materialien auf Basis von humanem Tropoelastin (TE). Derartige Materialen weisen entscheidende Vorteile gegenüber momentan eingesetzten Stoffen auf und vereinen biologische Verträglichkeit, Haltbarkeit sowie biologische Abbaubarkeit mit günstigen mechanischen Eigenschaften, die denen der zu behandelnden Haut gleichen. Hierzu soll ein biotechnologisches Verfahren zur Herstellung von Tropoelastin, dem Vorläuferprotein Elastins, technologisch modifiziert und skaliert werden. Ein wichtiger Aspekt ist die Einbringung posttranslationaler Modifikationen, die auch in reifem, natürlichem Elastin vorkommen und die für die Eigenschaften des Materials ausschlaggebend sind. Aus diesem modifizierten Tropoelastin werden dann unter Verwendung des Elektrospinnverfahrens Vliese hergestellt und diese durch Einbringen kovalenter Quervernetzungen zu einem dem geplanten Anwendungszweck entsprechend haltbaren Material stabilisiert. Hierfür kommen innovative Quervernetzungsmechanismen zum Einsatz, die den Vorgängen im menschlichen Körper nachempfunden sind und die die Herstellung eines künstlichen Elastins ermöglichen sollen. Ein weiterer Schwerpunkt wird es sein, die Materialien für die Anwendungen in verschiedenartigen interaktiven bzw. aktiven Wundauflagen zu optimieren, d.h. Parameter wie Porengröße, Stabilität und mechanische Eigenschaften sollen veränderbar sein. Zum Ende des Vorhabens soll die Machbarkeit zur wirtschaftlichen Herstellung elastinbasierter Materialien gezeigt werden. Es sollen Demonstratoren in Form von anwendungsnahen Wundauflagen für die feuchte Wundversorgung entwickelt werden und diese präklinischen Tests unterzogen werden. 

Verbundpartner:

  • Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS
  • Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Institut für Pharmazie, 

 

Projektlaufzeit: 01.05.2018 - 30.04.2021

Das Vorhaben wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert.

EFRE_rgb_print.jpg